Das Service Center Terlet organisiert regelmäßig workshops.
Der Kunststoff workshop (kleine Reparaturen mit GFK) wird im Durchschnitt alle 3 Jahre durchgeführt und dauert 2 Tage an einem Wochenende (Samstag – Sonntag).
Theorie und Praxis gehen an diesen 2 Tagen ineinander über und sie führen eine sandwich Reparatur durch, einschließlich Lackierung.
Nachfolgend die Beschreibung eines Teilnehmers von einem workshop 2001.
Es beginnt dann auch direkt auf hohem Niveau.

Louis van Rijn macht eine spannende Lesung über die Möglichkeiten und Grenzen von Kunststoff-Segelflugzeugen.
Wir können alle unsere Kenntnis wieder einmal auffrischen.
Von seiner Geschichte bleibt mir vor allem im Gedächtnis, dass die maximale Geschwindigkeit auch wirklich die maximale Geschwindigkeit ist.
Hartnäckig halten sich die Erzählungen, dass es darüber noch eine Toleranz von 20% gibt, ehe flutter auftritt. Aber flutter kann auch schon auftreten bei 10% über der maximalen Geschwindigkeit.
 Ein Loch in eine Fläche schlagen. Nach dieser Erklärung bekommen wir praktische Anweisungen von Peter Jansen, der Leiter vom SCT. Dann beginnen wir an unserer in 2er Teams. Die Fläche eines Astir wird in 8 gleiche Stücke unterteilt.
Wir müssen ein Loch hineinschlagen.
Die Techniker des SCT tun das mit sichtlichem Vergnügen, wahrscheinlich weil es kein Flugzeug ist vom eigenen Klub. Es geht darum, dieses Loch fachkundig zu reparieren. Zusammen mit meinem Klubkollegen Sjoerd van den Berg bemühen wir uns sehr, um die Ehre vom FAC (unser Klub) hochzuhalten.
Zuerst reparieren wir die untere Laminatschicht; dann bringen wir eine Lage divinicell an, um danach die obere Laminatschicht vorzubereiten und aufzulegen.
Am folgenden Tag steht dann lackieren und polieren auf dem Programm.
Theorie und Praxis.

Der Workshop ist eine gute Kombination von Theorie und Praxis.
Peter Jansen und das Kunststoffwunder ‚Bobo’ Slobodan Djandara haben alles sehr gut vorbereitet, geben ausgezeichnete Tipps und scheinen selbst auch Spaß an der Sache zu haben. Auch von den anderen Technikern kann man viel lernen.
Zahllose Tipps werden ausgewechselt. Es ist erfrischend, all die Männer und die einzelne Frau Monique van Tilburg an der Arbeit zu sehen. Manchmal schauen ein paar Techniker nach den Segelflugzeugen am Himmel über Terlet; jemand murmelt: der Kursus ist perfekt. Doch sollte man nächstes Mal das Wetter ein bisschen anpassen.
Ein schneller Blick in die Küche
 Wer sich gut umsieht, bekommt einen Eindruck, wie beim SCT gearbeitet wird. Große Reparaturen an Segelflugzeugen werden hier nach meiner Meinung fachmännisch angegangen. Ich schaue zu bei der Reparatur einer LS-4, die in einer Hochspannung gelandet ist. An den Stacheldrahthabweisern erkennt man deutlich, dass diese Stangen Leben retten können.
Ich frage Peter Jansen:
 Ist es sinnvoll, dass Ihr Eure Fachkenntnis an uns weiter gebt? Alles was wir dann in unserem Verein arbeiten geht von Eurem Verdienst ab. „Das stimmt“, sagt Peter, „aber wir haben darüber nachgedacht bevor wir diesen Kursus angeboten haben. Wir finden, dass Eure Vereine die kleineren Reparaturen ganz gut selber machen können und die großen Reparaturen dann hoffentlich an uns überlassen. Jetzt könnt Ihr selbst beurteilen, was wir hier alles möglich machen.

Beim letzten Teil des Kursus wir durch den Qualitätsinspektor Jan Vermeer unsere Arbeit begutachtet. Der Nestor der Techniker reicht die Urkunde aus und beim kurzen persönlichen Gespräch mit jedem Teilnehmer kommt nach vorn, dass er alle Klub-Bastler in Holland kennt.
Zum Schluss: Peter, Bobo und alle SCT Mitarbeiter; dieser Kursus war einzigartig. Beim Verlassen bekomme ich noch zu hören, dass in Zukunft eventuell auch ein Kohlefaser-Kursus gegeben werden sollte.
Dirk Corporaal
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